Passend zum Weltfrauentag gastierte Alice Hoffmann alias “Us Hilde” mit ihrem neuen Programm “Die Zeichen der Zeit” im Niederselterser Mineralbrunnen.
 
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Die Schauspielerin Alice Hoffmann, als Heinz Beckers bessere Hälfte Millionen Fernsehzuschauern als “Es Hilde” bekannt, sorgte für gute Stimmung, die Besucher hatten mehrfach Tränen vor Lachen in den Augen, und als Hilde sie zu sportlichen Aktivitäten einlud blieb niemand auf seinem Platz sitzen, alle machten begeistert mit, ein tolles Bild im vollen Saal des Niederselterser Mineralbrunnens.
 
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Als nach gut zwei Stunden der letzte Vorhang gefallen war, wurde Hilde von den restlos begeisterten Besucherinnen und auch den wenigen Besuchern mit lang anhaltendem Beifall für ihre Vorstellung “Die Zeichen der Zeit” belohnt.
Auch wurde der Gemeinde als Veranstalter viel Lob für diese dritte Comedyveranstaltung ausgesprochen: Nichts ändern, klein und fein sollen die Veranstaltungen bleiben. 
 

Sie wollten schon immer mal die hessische Weiblichkeit studieren, dann waren die Besucher an diesem Abend genau richtig. Die Gemeinde Selters (Taunus) hatte zum wiederholten Male einen Comedy-Abend der besonderen Art im Niederselterser Mineralbrunnen veranstaltet, die Karten waren innerhalb kürzester Zeit verkauft.
Mit dieser hessischen “3Faltigkeit” in den besten Jahren kredenzte die Gemeinde Selters (Taunus) vor ausverkauftem Saal drei bekannte hessische Künstlerinnen: Die gut abgehangene Provinzdiva Rotraud Reußwig aus Katholisch Willeroth; das besonders magere Sahnestücksche Hiltrud aus dem wunderschönen Hanau und als herzhafte Beilage Hilde aus Bornheim, unüberhörbar ein echtes Frankfurter Schlappmaul. Die drei erzählten aus ihrem nicht immer stromlinienförmig verlaufenden Leben, berichteten von der Teilnahme an einer Casting Show, und besonders Hilde hatte bei ihren Erzählungen über ihren Ehemann Willi die Lacher auf ihrer Seite. Sie verstand es köstlich, das Publikum mit einzubeziehen, und als sie einen Gast auf die Bühne holte, um ihm kostenlos einen top modernen Haarschnitt zu verpassen, gab es tosenden Zwischenapplaus für sie und den bereitwilligen Gast, der so mutig war, sich in die Hände von Hilde zu begeben.

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Nach rund 90 Minuten Spieldauer erhoben sich die Besucher spontan von ihren Plätzen, es gab lang anhaltende stehende Ovationen für Hilde, Hiltrud und Rotraud, die mit ihrer Mundartcomedy genau den Nerv des Publikums getroffen hatten.

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Bürgermeister Bernd Hartmann: “Ein toller Abend, wohin man schaut begeisterte Besucher, Heike Altmann hat mit ihrer Auswahl genau den Geschmack des Publikums getroffen und zur Förderung der Kultur hier in Selters einen gelungenen Beitrag geleistet, an das gesamte Helferteam ein herzliches Dankeschön. Die nächste Veranstaltung wird schon vorbereitet.“
 

Zum Jahreswechsel 2016/2017 hat der Taunus Tourisik Service (TTS) seine Broschüren mit vielen Freizeittips unterschiedlicher Sparten der Region erweitert.

Die neuaufgelegte Taunus-Image-Broschüre bildet einen bunten Querschnitt touristischer Highlights. Mit der Neuauflage gibt es noch mehr Informationen zu den vielzähligen Angeboten im Taunus. Bilder und Illustrationen präsentieren die Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft. Zum ersten Mal erscheint die Broschüre zweisprachig (deutsch/englisch) in Einem und ist daher nun auch für fremdsprachige Gäste reich an Informationen. Auf Seite 18 …

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Einzelne Themenbroschüren sind komplett überarbeitet und um viele Tipps ergänzt worden, insbesondere die Natur&Erlebnis-Broschüre wartet jetzt mit detailliertem Kartenmaterial zur leichteren Orientierung auf.

Die Broschüre Wellness&Entspannung richtet sich an alle Entspannungs-liebhaber und Erholungsfans. Aufgeteilt ist sie in die Kapitel Kur- und Erholungsorte, Heilquellen und Brunnen, Thermen und Bäder, Bewegung und Erholung und einem Kapitel zum Heilklimapark. Denn der Taunus ist schon immer ein Ort der Erholung gewesen und Ende des 19. Jahrhunderts gehörte es zum guten Ton der betuchten Frankfurter Familien, in die Sommerfrische in den Taunus zu fahren. Auch heute noch finden sich zahlreiche beeindruckende Zeugnisse dieser Zeit. Auf Seite 30 …

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Und es kam eine Broschüre ums Thema Heiraten im Taunus dazu, die sich nach verschiedenen Hochzeitskategorien gliedert: Märchenhochzeit, Land-hochzeit, Traditionshochzeit und Hochzeit im Park. Der TTS hat hier eine wunderschöne Broschüre herausgegeben, die für jeden Hochzeitstyp etwas bereithält. Auf Seite 55 …

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Alle Taunus-Broschüren des Taunus Touristik Service

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sind erhältlich im Taunus-Informationszentrum an der Hohemark in Oberursel und in den TTS-Mitgliedsorte. Natürlich stehen alle Broschüren auf der Taunus-Webseite taunus.info zum Download zur Verfügung.

Was andere kaum zu denken wagen, er spricht es unverblümt aus: der Begge Peder, als Hausmeister mit dem unverwechselbaren Gebiss und dem kernigen Humor kennt kein Tabu- und lässt auch keinen ungeschoren,
 
weder sein Chef, Begge Peder6  de  Bojemaasder,

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noch dessen linke Hand, die
Frau mit dem Bindestrich
Leutberger-Schnarrenhäuser,
noch Liddl-Tscho und nicht zu übersehen –
die Marlis.
(Illustrationen in seinem Buch von Michael Apitz)
 
Sichtlich angetan von den Räumlichkeiten, gastierte erstmals der Comedian Peter Beck mit seinem neuen Programm Kommer nitt so! im Niederselterser Mineralbrunnen. Die innerhalb weniger Tage ausverkaufte Veranstaltung war für alle Beteiligten ein voller Erfolg und zeigt, dass auch in der ländlichen Umgebung Interesse an Comedy besteht. Der Begge Peder – Peter Beck ist ein exzellenter Vortragskünstler - konnte schnell die Besucher begeistern und über zwei Stunden hervorragend unterhalten. In lachende Gesichter blicken zu dürfen, sei sein schönster Lohn.

Und bei jedem seiner Auftritte sammelt er auch noch für krebskranke Kinder. So konnte durch den Getränkeverkauf an diesem Abend die Verwaltung seiner Stiftung 300 € überweisen.

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Peter Beck bedankte sich herzlich in seinen Arbeitsklamotten – im grauen Hausmeisterkittel, mit braunem Rasierpinselhut, Hornbrille und Kauleiste: Den ganzen Abend lachen und dann auch noch etwas Gutes tun- das hat ihm und allen gefallen.

 

Jean Philippe Dussourd, Lokalhistoriker aus dem elsässischen Chatenois (Kestenholz) und guter Bekannter von Dr. Norbert Zabel und Eugen Caspary, hatte vor wenigen Wochen in Straßburg einige Selterswasserkrüge entdeckt und später erworben. Darunter befand sich ein Krug mit einem Fehlstempel aus der herzoglich-nassauischen Zeit (1830 – 1866).

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Bei seinem letzten Besuch schenkte er dem Selterswassermuseum diesen Krug, der die dort zu sehende Sammlung um eine Besonderheit erweitert.

Doch sind 2014 nicht nur in Straßburg alte Selterswasserkrüge gesichtet worden. In der Danziger Bucht hatte der Meeresarcheologe Thomas Bednarz einen 200 Jahre alten Krug in einem Schiffswrack entdeckt, der noch gefüllt war und dessen Inhalt nun von zwei Chemikern untersucht werden soll. Auch wurden der Gemeinde Selters aus Bamberg (Bayern), Wilhelmshaven (Norddeutschland), aus der Slowakei sowie aus Graz (Österreich) Krugfunde in den letzten Monaten gemeldet. All dies belegt einmal mehr, dass schon weit vor dem Ersten Weltkrieg das Selterser Heilwasser Kunden in aller Welt hatte.

 

Polnische Meeresarchäologen haben in einem in der Danziger Bucht gesunkenen Schiff einen Selterswasserkrug geborgen. Der gut erhaltene Krug, der noch immer mit Selterswasser gefüllt ist, stammt aus der Zeit um 1820 und kann zwischenzeitlich im nationalen Maritim-Museum in Danzig (pol.: Gdansk) besichtigt werden.

Die Frage, die der politische Historiker Tomasz Bednarz gestellt hat, warum Selterswasserkrüge vor 200 Jahren nach Danzig gebracht wurden, lässt sich relativ leicht beantworten. In der Goethe-Zeit – J. W. Goethe besuchte 1815 den Seltersbrunnen –  wurde das Selterswasser in fast allen europäischen Großstädten von Apothekern und Ärzten, aber auch von Händlern und Gastwirten angeboten. Selterswasser war ein Heilwasser für viele Krankheiten, deshalb bezeichnete man auch den Seltersbrunnen als den berühmtesten Gesundbrunnen Deutschlands.

Selterswasser wurde im Ostseebereich jedoch nicht nur nach Danzig verkauft, es fand seinen Weg auch nach Riga, St. Petersburg und Stockholm.

Der gut erhaltene Krug, eine Fotografie liegt der Gemeinde Selters vor, lässt die Aufschrift Selters und die Buchstaben HN im Krugstempel deutlich erkennen. Dieser Krugstempel wurde zwischen 1806 und 1830 benutzt. HN steht für Herzogtum Nassau. In jenen Jahren (1806-1830) wurden jährlich zwischen 1 und 2 Millionen Krüge mit Selterswasser gefüllt und europaweit verkauft. Wichtige Abnahmeländer waren die Niederlande, England und Frankreich, den Hauptabsatzmarkt bildeten jedoch die deutschsprachigen Territorien.

Wie Tomasz Bednarz mitteilte, will man den Krug in Danzig nicht öffnen. Trotzdem wüsste man gern, ob dieses Wasser noch heute trinkbar sei. Dr. N. Zabel glaubt, dass das 200 Jahre alte Selterswasser, luftdicht verschlossen und kühl im Schiffswrack in der Ostsee gelagert, noch immer Trinkwasserqualität habe. Er verweist dabei auf die Untersuchungen von Prof. Dr. Remigius Fresenius (Wiesbaden), der vor 150 Jahren Selterswasser analysierte, es dann 15 Jahre lang lagerte und danach wieder untersuchte und zu dem Ergebnis kam, dass sich das Selterswasser in seiner Beschaffenheit trotz der langen Lagerzeit nicht verändert habe.

Dass der Krug in Niederselters gefüllt wurde, kann nicht ernsthaft bezweifelt werden. Kein deutscher Brunnenbetrieb, konnte in herzoglich-nassauischer Zeit (1806-1866) mit dem Selterswasser konkurrieren. Und noch eine Frage bewegte in der letzten Woche, als der Fund in Rundfunk und Presse bekannt gemacht wurde, die Gemüter. Sollte der Krug für das Selterswassermuseum erworben werden? Die Auffassung der Niederselterser Lokal-Historiker ist eindeutig: Der Krug war auf dem Weg nach Danzig. Nun ist er nach 200 Jahren dort angekommen. Dort sollte er im maritimen Museum verbleiben. Er ist ein weiterer Beweis für die Bedeutung des Selterswassers in vergangener Zeit. Und er erklärt auch indirekt, weshalb noch heute jeder Deutsche die Bezeichnung Selterswasser kennt. Ein Hinweis zum Schluss: Im Selterswassermuseum gibt es einige Krüge aus der frühen herzoglichen Zeit. Ein Ebenbild des in Danzig gefundenen Kruges lässt sich auch in der Krugvitrine finden, allerdings ist dieser ungefüllt, jedoch auch 200 Jahre alt.

 

Dass der Niederselterser Mineralbrunnen Deutschlands berühmtester Gesundbrunnen war, wird nun eindrucksvoll auf 320 Seiten von den Autoren Dr. Norbert Zabel, Eugen Caspary und Willi Hamm belegt. Jedermann kennt noch heute die Bezeichnung Selterswasser. Johann Wolfgang von Goethe und Otto von Bismarck haben es regelmäßig getrunken, Prof. Dr. Remigius Fresenius analysierte es schon vor 150 Jahren, und die Fa. Lehnig hat es in Millionen deutsche Haushalte im Rahmen ihres Getränke-Heimdienstes geliefert.

Buch Selterser Brunnengeschichte


Wer also wissen will, was in den letzten 500 Jahren an Deutschlands bekanntestem Mineralbrunnen geschehen ist, kann die „Geschichte des Mineralbrunnens Niederselters“ bei der Gemeindeverwaltung, Rathaus Niederselters, Brunnenstr. 46, im Selterswassermuseum (geöffnet samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr) sowie in der Buchhandlung Linz in Niederselters, Am Schwimmbad 9, und bei der Camberger Bücherbank, Limburger Str. 28, Bad Camberg, zu einem Preis von 20 € erwerben.